Die Volkshochschule Zwickau (VHS) steht vor der Herausforderung, mehr und vor allem jüngere Menschen – auch außerhalb der Stadt Zwickau – für ihre Angebote zu gewinnen. Das zeigte heute die Vorstellung des Jahresberichts der VHS für das Jahr 2025 im Sozial- und Kulturausschuss des Landkreises Zwickau deutlich.

„Mit neuer Webseite, Newsletter und Suchmaschinenoptimierung sind bereits wichtige Schritte getan. Entscheidend ist aber, dass die Angebote der VHS auch im gesamten Landkreis ankommen“, betonte Kati Vogel. Die Stadträtin aus Limbach-Oberfrohna gehört gemeinsam mit der Zwickauerin Christiane Drechsel für die „Freie Wähler“-Kreistagsfraktion dem Ausschuss an.

Klare Defizite benannt – jetzt sind Lösungen gefragt

Nach Einschätzung von Kati Vogel hat das Team um VHS-Leiter Patrick Schulze die bestehenden Probleme klar erkannt: zu wenige Kurse außerhalb Zwickaus und eine geringe Nachfrage jüngerer Zielgruppen. Positiv sei, dass diese Punkte im Jahresbericht offen benannt werden. „Jetzt müssen konkrete Lösungen folgen. Es reicht nicht, nur auf fehlende Dozentinnen und Dozenten oder die zeitliche Belastung junger Menschen zu verweisen“, so Vogel.

Kurszahlen steigen deutlich

Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass Potenzial vorhanden ist: Die Zahl der durchgeführten Kurse stieg von 645 im Jahr 2024 auf 732 im Jahr 2025. „Die VHS ist ein zentraler Baustein der Bildungslandschaft im Landkreis Zwickau. Wir werden uns dafür einsetzen, sie weiter zu stärken“, so Vogel.

ESV Lokomotive erhält Unterstützung

Neben der VHS war auch die Vereinsförderung Thema der Sitzung. So wurde ein Zuschuss von mehr als 5.000 Euro für den ESV Lokomotive Zwickau beschlossen. „Mit mehr als 2.000 Mitgliedern ist der traditionsreiche ESV der größte Verein der Stadt. Angesichts steigender Kosten ist die Unterstützung absolut gerechtfertigt und wertvoll“, erklärte die Stadt- und Kreisrätin Christiane Drechsel.

Ehrenamt im Sport gezielt fördern

Zudem wurde der „Bericht über die Förderung des Sports im Landkreis Zwickau 2025“ vorgestellt. „Es ist wichtig, dass der Sport in seiner gesamten Breite unterstützt wird. Besonders hervorzuheben ist die Förderung des Ehrenamts sowie die Unterstützung von Wettkampfteilnahmen. Das müssen wir für die Zukunft unbedingt sichern“, betonte Kati Vogel.