Wer soll die / der Erste Beigeordnete und damit gleichzeitig der / die Stellvertreter/in des Landrates für eine Amtszeit von sieben Jahren werden? Auf diese Frage soll der Kreistag auf seiner kommenden Sitzung am Mittwoch eine Antwort finden. Nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens sind noch eine Frau und ein Mann im Rennen.
„Auf unserer heutigen Fraktionssitzung haben wir eine Stunde lang mit der Bewerberin gesprochen. Sie hat sich vorgestellt und wir haben intensiv Fragen gestellt, um uns auf die Kreistagssitzung in der nächsten Woche vorzubereiten“, sagt „Freie Wähler“-Fraktionsvorsitzende Dorothee Obst. Gleichzeitig waren sich die Fraktionsmitglieder darüber einig, dass auch der zweite Bewerber in einer Videokonferenz gehört werden soll. „So eine wichtige Position, die hier im Landkreis zu besetzen ist, bedarf einer intensiven Vorbereitung. Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst“, machte Dorothee Obst deutlich.
Neben der Stellenbesetzung enthält die Tagesordnung des öffentlichen Teils der Kreistagssitzung noch 13 weitere Punkte unter anderem mit wegweisenden Entscheidungen im Bereich des Straßenbaus. „Was uns aber besonders belastet, ist tatsächlich der Haushaltsentwurf, der eingebracht wird und einen Kassenkredit vorsieht. Das heißt: Der Landkreis kommt mit dem Geld, das ihm zur Verfügung steht, nicht mehr aus. Die Liquidität wird nicht ausreichen, und wir gehen – wie der Otto Normalverbraucher sagt – in den Dispo. Wenn sich hier nichts ändert, wird es in absehbarer Zeit auch keine Möglichkeit geben, aus diesem Kredit wieder herauszukommen. Es ist also eine Schleife ohne Ende“, sagt Dorothee Obst. Gleichzeitig machte sie aber deutlich, dass der Haushaltsentwurf eigentlich alternativlos ist. Zur Kreistagssitzung im Dezember soll der Haushalt beschlossen werden. „Würden wir dem Haushalt nicht zustimmen, wäre die Handlungsfreiheit der Verwaltung nahezu vollständig eingeschränkt. Das ist sehr frustrierend“, so die Fraktionsvorsitzende abschließend.