An der Kreismusikschule „Clara Wieck“ fehlen Lehrkräfte – mit unmittelbaren Folgen für das Unterrichtsangebot. Das geht aus dem Bericht der Kreismusikschule für das Schuljahr 2025/2026 hervor, der auf der heutigen Sitzung des Bildungs- und Kulturausschusses des Landkreises Zwickau vorgestellt wurde.
„Die Schülerzahl ist gesunken, weil auch die Lehrerzahl gesunken ist. Die Musikschule hat Probleme, Lehrkräfte zu finden. Die jetzigen Lehrkräfte gehen in Rente, und die Stellen können nicht nachbesetzt werden. Dadurch können auch weniger Schülerinnen und Schüler ausgebildet werden“, fasst Kati Vogel die Erläuterungen im Ausschuss zusammen. Sie vertritt die „Freie Wähler“-Kreistagsfraktion gemeinsam mit Christiane Drechsel im Ausschuss.
Die Kreismusikschule bietet 45 Unterrichtsfächer an. Besonders häufig belegt sind Klavier, Gitarre, musikalische Früherziehung und Schlagzeug. „Mit insgesamt 109 Konzerten, davon 46 selbst organisiert, bereicherten die Schülerrinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften zudem das kulturelle Leben im Landkreis“, sagt Kati Vogel. Aus ihrer Sicht ist es deshalb wichtig, dass es der Kreismusikschule auch in Zukunft gelingt, ausreichend Lehrkräfte zu finden, um Unterricht und kulturelle Angebote aufrecht zu erhalten.
Berufliche Orientierung: Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen stärken
Ein weiteres Thema der Sitzung war die berufliche Orientierung. Der Landkreis vernetzt Schulen, Unternehmen und weitere Partner, um Jugendliche bei ihrer Berufswahl zu unterstützen und den Übergang in Ausbildung oder weiterführende Bildung zu verbessern. Die Stärkung der dualen Berufsausbildung und die Gewinnung künftiger Fachkräfte für die Region gehören zu den erklärten Zielen.
Die Regionale Koordinierungsstelle Berufliche Orientierung unterstützt dafür unter anderem die Arbeitskreise „Schule Wirtschaft“ und bündelt Informationen zu Veranstaltungen, Kooperationen und Schülerbetriebspraktika. Ein weiterer Aufgabenbereich fördert die Zusammenarbeit zwischen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen und macht die Bildungsangebote der beruflichen Schulzentren bekannter. Laut Präsentation sollen beide Projekte im Doppelhaushalt 2027/2028 fortgeführt werden.
„Nach meinem Eindruck aus dem Bericht beteiligen sich immer mehr Unternehmen und Schulen an der beruflichen Orientierung. Das ist eine wichtige Botschaft für die regionale Wirtschaft, nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt vor allem auf der Studienorientierung lag“, berichtet Kati Vogel.