Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Zwickau hat sich heute unter anderem mit der Schulsozialarbeit an der Rudolf-Weiß-Schule in Zwickau und mit der Verteilung der Fördermittel für die freie Jugendhilfe befasst.
Schulsozialarbeit an der Rudolf-Weiß-Schule gesichert
Der Ausschuss hat den FAB e.V. Crimmitschau als neuen Träger für die Schulsozialarbeit an der Rudolf-Weiß-Schule bestimmt, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Notwendig wurde das, weil der bisherige Träger, Gemeinsam Ziele Erreichen e.V., das Angebot aus internen Gründen vorzeitig zum 25. September zurückgegeben hatte.
„Schulsozialarbeit ist heute an vielen Schulen im Landkreisen unverzichtbarer Bestandteil. Wir danken allen Beteiligten, dass so schnell eine Lösung gefunden wurde“, sagt Dorothee Obst, Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler und Mitglied im Jugendhilfeausschuss.
Fördermittel für Projekte der Jugendhilfe
Außerdem hat die Verwaltung den Ausschuss darüber informiert, wie die Fördermittel im Bereich Jugendhilfe im Jahr 2026 verteilt wurden. Gefördert werden damit unter anderem Ferienfreizeiten, internationale Jugendbegegnungen, außerschulische Jugendbildung, Fortbildungen für Mitarbeitende, Familienfreizeiten und Kleinprojekte freier Träger.
Für 2026 sind beim Jugendamt 241 Förderanträge eingegangen, 49 weniger als im Vorjahr. Die geplanten Projektkosten liegen bei insgesamt rund 1,16 Millionen Euro. Beantragt wurden Zuschüsse von rund 190.800 Euro, bewilligt wurden rund 162.500 Euro. Der Landkreis hatte im Haushalt 158.300 Euro eingeplant. Durch zurückgeflossene und nicht abgerufene Fördermittel konnten nach Angaben der Verwaltung alle eingereichten Anträge im Rahmen der Förderrichtlinie berücksichtigt werden. Rund 109.400 Euro kamen aus der Pauschale für soziale Zwecke, die der Freistaat Sachsen dem Landkreis zur Verfügung stellt.
Insgesamt gingen rund 17 Prozent weniger Anträge ein als 2025, die bewilligten Mittel sind jedoch um rund 4 Prozent gestiegen. Deutlich weniger Anträge gab es bei Ferienfreizeiten und Jugendbegegnungen sowie bei den Fortbildungen. Bei der außerschulischen Jugendbildung stiegen die bewilligten Mittel um rund ein Viertel.